Schwertransporter blockieren Elbtunnel Richtung Norden


dpa - Zwei Schwertransporter mit Windradflügeln sind am Mittwoch vor dem Elbtunnel stehengeblieben und haben im morgendlichen Berufsverkehr stundenlang für kilometerlange Staus auf der A7 in Richtung Norden gesorgt. Die Ladung der beiden Sattelschlepper überschritt die genehmigte Höhe von vier Metern für den Tunnel deutlich, weshalb in der Nacht zum Mittwoch die Höhenwarnung ausgelöst wurde, wie die Polizei mitteilte. Zunächst war nur von einem Schwertransporter berichtet worden.

Weil nur noch zwei Fahrspuren Richtung Norden frei waren, stauten sich die Fahrzeuge auf der Autobahn auf einer Länge von bis zu 18 Kilometern. Auch auf den Zufahrtsstraßen und Ausweichrouten wie etwa der Köhlbrandbrücke gab es nach Angaben der Leitzentrale erhebliche Verkehrsbehinderungen.

Für die Einsatzkräfte stellten die beiden feststeckenden roten Lastzüge ein Dilemma dar. Die Transporter konnten den Tunnel nicht durchfahren, aber auf der Autobahn auch nicht zurückfahren. Die Einsatzkräfte versuchten am Morgen zunächst, die Sattelzüge gegen andere, niedriger gelegte zu tauschen, um die Gesamthöhe der Transporter zu verringern und dann doch noch durch den Tunnel zu kommen. Dies sei gescheitert, da der Ersatz nicht mit den Aufliegern mit den Windradflügeln kompatibel war, sagte ein Polizeisprecher.

Anschließend gelang es aber, den Sattelzug-Verband näher an den Elbtunnel an eine Stelle zu bewegen, wo etwas mehr Platz war, um ihn abzustellen, wie ein Sprecher der Verkehrsleitzentrale sagte. Damit konnte die dritte Fahrspur durch den Tunnel freigegeben werden. Wegen Bauarbeiten in einer Elbtunnelröhre sind zur Zeit ohnehin nur drei Spuren je Fahrtrichtung frei. Der Verkehr begann sich anschließend zu normalisieren.

Für die Fahrer der Sattelzüge wird das Chaos nach Angaben der Polizei vermutlich nur begrenzte Folgen haben. Die Strafe für das Auslösen der Höhenkontrolle vor dem Elbtunnel belaufe sich auf 250 Euro.

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